Farbe wechseln, ohne den Lack anzufassen
Ein Porsche ist eines der wenigen Autos, bei denen der Originallack im Verkaufsgespräch noch eine Rolle spielt. Genau deshalb macht eine Umlackierung bei einem 911, Taycan, Macan, Panamera oder Cayenne selten Sinn. Wer seinen Porsche folieren lässt, erreicht denselben optischen Effekt, schützt den Lack dabei zusätzlich und kann Jahre später rückstandsfrei zurück zum Werkszustand.
Eine farbige Lackschutzfolierung arbeitet mit demselben Material wie der klassische transparente Lackschutz, nur durchgefärbt. Mehrlagiges thermoplastisches Polyurethan, selbstheilende Deckschicht, echte Schutzwirkung gegen Steinschlag. Das unterscheidet sie von einer Vinylfolierung, die ausschließlich die Optik verändert. Wir arbeiten in Dinslaken mit zwei Systemen: XPEL, dessen zertifizierter Partner wir sind, und FlexiShield. Welches Material auf Ihr Fahrzeug kommt, entscheiden wir am Auto, nicht im Katalog.
XPEL oder FlexiShield
XPEL
FlexiShield
In der Beratung legen wir Musterstücke direkt an Ihr Fahrzeug, bei Tageslicht und bei Kunstlicht. Farbtöne sehen auf einem 911 anders aus als auf einem Cayenne, und auf dem Bildschirm sehen sie ohnehin anders aus als in echt.
Beratung und Farbwahl am Auto
1. Beratung und Farbwahl am Fahrzeug
Anschließend legen wir Farbmuster direkt an die Karosserie, bei Tageslicht und bei Kunstlicht. Das ist wichtiger, als es klingt: Ein Satin-Grünton wirkt auf den gerundeten Flächen eines 911 völlig anders als auf einem Cayenne, und auf dem Monitor sieht er ohnehin nicht aus wie in echt. Auch das Zusammenspiel mit den Bremssätteln, den Felgen und vorhandenen Carbonteilen sehen Sie erst am Fahrzeug.
Erst danach erstellen wir ein verbindliches Angebot mit festem Zeitfenster.
2. Demontage der Anbauteile
Diese Arbeit übernimmt ein eigener Karosseriebauer im Haus. In der Folierbranche ist das nicht selbstverständlich, dort wird die Demontage häufig nebenbei erledigt oder extern vergeben. An einer Porsche-Stoßstange hängen Parksensoren, Radarmodule und Kühlluftführungen, die sauber gelöst und später exakt wieder angeschlossen werden müssen.
Der Aufwand zahlt sich an den Kanten aus. Wer nur an den Anbauteilen entlangschneidet, hinterlässt sichtbare Schnittkanten und offene Ränder, an denen sich die Folie später ablöst. Bei demontierten Teilen liegt die Folie um die Kante gelegt geschützt im Spalt und ist im eingebauten Zustand unsichtbar. Besonders an Front und Heck ist das entscheidend, weil dort der Fahrtwind angreift.
3. Lackaufbereitung und Politur
Das gilt auch für Neuwagen. Ein Fahrzeug direkt vom Händler ist selten in dem Zustand, den man erwartet: Transportschutz, Aufbereitung und das Rangieren im Autohaus hinterlassen regelmäßig feine Kratzer und Hologramme. Wir prüfen jeden Wagen unter definiertem Licht, bevor die erste Folienbahn kommt.
Der Grund ist simpel: Alles, was jetzt im Lack ist, bleibt für die nächsten Jahre darunter eingeschlossen und kommt beim Entfolieren unverändert wieder zum Vorschein. Hinzu kommt die Haftung, denn Wachs- und Silikonreste verhindern, dass die Folie dauerhaft anliegt. Eine saubere Entfettung ist Voraussetzung für jede Herstellergarantie. Die Lackaufbereitung ist bei uns deshalb Bestandteil jeder Folierung, kein Zusatzposten im Angebot.
4. Folierung
Wir verkleben nass. Die Klebeschicht wird mit einer Gleitlösung benetzt, dadurch haftet die Folie nicht sofort und lässt sich exakt ausrichten. Erst wenn die Position stimmt, wird die Flüssigkeit mit dem Rakel herausgearbeitet. Bei PPF ist das der einzig sinnvolle Weg: Das Material ist dicker und weniger nachgiebig als Vinyl, und eine Motorhaube lässt sich trocken nicht in einem Zug sauber ablegen. Nass verklebt liegt die Bahn spannungsfrei auf der Fläche, ohne Lufteinschlüsse und Dehnungsspuren. Der Preis dafür ist Zeit, denn anschließend muss die Restfeuchtigkeit unter der Folie ablüften.
Kanten werden umgeschlagen statt abgeschnitten. Türfalze und Einstiege gehören zum Standardumfang, ebenso die Kanten an Motorhaube und Heckdeckel. Einen ausfahrbaren Heckspoiler bearbeiten wir im ausgefahrenen Zustand, damit bei hoher Geschwindigkeit keine Originalfarbe sichtbar wird.
5. Montage und Endkontrolle
Der Unterschied zeigt sich hinterher: Spaltmaße, die wieder exakt so sitzen wie ab Werk, korrekt angezogene Verbindungen, saubere Kabelführung an Leuchten und Sensoren.
Bei einem 992 hängen an einer Stoßstange Parksensoren, Radarmodule und Kühlluftführungen, die beim Rückbau exakt angeschlossen und ausgerichtet werden müssen. Wer hier improvisiert, produziert Fehlermeldungen im Bordcomputer oder Spaltmaße, die man aus zwei Metern Entfernung sieht.
Danach folgt die Sichtprüfung unter definiertem Licht: Wir kontrollieren jede Kante, jeden Übergang und jede Fuge auf Lufteinschlüsse, Verzug oder Schnittkanten. Was nicht passt, wird neu gemacht. Eine Folierung, die am Übergabetag knapp durchgeht, geht nach sechs Monaten nicht mehr durch.
6. Keramikversiegelung oder Graphenversiegelung
Der praktische Nutzen zeigt sich bei der Pflege: Insektenreste, Straßenschmutz und Vogelkot lassen sich deutlich leichter entfernen, und die Waschintervalle werden länger. Bei Satin- und Mattfolierungen empfehlen wir die Versiegelung besonders, weil diese Oberflächen offenporiger sind und Fingerabdrücke wie Wasserflecken sonst deutlich sichtbar bleiben.
Zur Übergabe bekommen Sie von uns eine Pflegeempfehlung für die ersten vierzehn Tage sowie für den laufenden Betrieb.
Porsche Modelle, die wir folieren
911 (992, 991, 997), 718 Boxster und Cayman, Taycan, Panamera, Macan, Cayenne. Coupé, Cabriolet und Targa.
Aerokits sind für uns Alltag, nicht Ausnahme: Wir sind offizieller TechArt Partner und bauen Aerodynamikteile, Felgen und Interieur-Komponenten des Porsche-Veredlers selbst an. Das hat beim Folieren einen praktischen Vorteil. Anbauteile lassen sich im demontierten Zustand vorher folieren und werden erst danach ans Fahrzeug gebaut, was deutlich sauberere Kanten ergibt als eine Verarbeitung am montierten Teil. Wer ohnehin über einen TechArt-Umbau nachdenkt, kombiniert beides sinnvollerweise in einem Durchgang. Aerokits anderer Hersteller verarbeiten wir selbstverständlich ebenfalls.
Bei Cabriolets kommen Verdeckrahmen, Verdeckkastendeckel und bewegliche Bauteile hinzu. Beim Targa ist der Bügel ein eigener Arbeitsschritt. Wir kalkulieren das fahrzeugspezifisch, nicht pauschal.
Links:
- Referenzprojekt ansehen: Porsche 911 Carrera Cabrio in Silk Jade von Flexishield
- Referenzprojekt ansehen: Porsche 911 Turbo Cabrio mit TechArt Aerokit
- Referenzprojekt ansehen: Porsche 911 GT3 RS in South Beach Blue Color PPF XPEL
Was kostet es, einen Porsche folieren zu lassen?
Eine belastbare Zahl gibt es erst nach Sichtung des Fahrzeugs. Den Preis bestimmen im Wesentlichen vier Punkte:- Fahrzeuggröße und Form. Ein 718 Cayman ist schneller foliert als ein Cayenne mit Aerokit.
- Materialwahl. Hochglanz und Satin liegen unter Color-Flip und strukturierten Oberflächen.
- Lackzustand. Ist eine mehrstufige Politur nötig oder müssen Vorschäden behoben werden, steigt der Aufwand.
- Umfang. Türfalze, Einstiege, Motorraumkanten und Versiegelung können dazukommen.
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Porsche folieren lassen in Dinslaken
Unsere Werkstatt liegt am Rubbertskath 13 in Dinslaken, direkt zwischen Ruhrgebiet und Niederrhein. Aus Duisburg, Oberhausen, Wesel und Moers sind Sie in rund zwanzig Minuten hier, aus Essen und Düsseldorf in gut dreißig. Kunden aus dem gesamten Bundesgebiet bringen ihre Fahrzeuge regelmäßig zu uns oder lassen sie anliefern.Beratung nach Terminabsprache, gern am Fahrzeug.









































